regulative medizin

Ein typisches Prinzip aller lebenden Systeme, aller sich selbst erhaltenden Systeme, ist die ihnen inne wohnende Selbst-Regulation. Es ist ein immanentes Grundmuster, ein klar definierter Soll-Wert, ein Bauplan zugrunde gelegt, dem die permanent ermittelten momentanen Ist-Werte, d.h. die gemessenen, gefühlten und beobachteten Zustände von Körper, Seele und Geist in einem fortdauernden Prozeß angeglichen werden.

Um es im Bild etwas besser zu verdeutlichen: hat der Kapitän einen Kurshafen ins Auge gefaßt, den er in einer bestimmten Zeit erreichen will, so bedarf es dazu einer gewissen Reisegeschwindigkeit und eines festgelegten Kurses. Der Blick auf Geschwindigkeitsmesser und Kompass läßt den Navigator sowohl Tempo als auch Steuerung immer wieder neu anpassen, um auf Kurs zu bleiben. So stammt denn auch der Ausdruck der Kybernetischen Medizin aus diesem Begriffsfeld: Kyverno - (ein Schiff) steuern.

Auf das medizinische Terrain angewendet, bedeutet dies: In der Erst-Untersuchung wird der momentane Ist-Zustand des Menschen in Hinblick auf den körperlich-anatomischen, den funktionell-physiologischen, den energetischen und den psychologischen Grund-Befindlichkeits-Status diagnostiziert. Es gibt dann verschiedene Therapiemöglichkeiten, den erstrebten Gesundheits-Soll-Zustand (wieder-) herbeizuführen, indem der kranke Mensch auf dem Wege der regulativen Akupunktur, der Homöopathie, der pflanzlichen Heilkräuter und des psychologischen Selbstmanagements seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Hierbei hilft der Arzt als Lotse, Steuermann oder Coach.